Chronik


Geschichte des Radsportes in Eula

Die Sektion Radsport wurde erst zwei Jahre nach der Gründung des Vereins ins Leben gerufen. Die Aktivisten der ersten Stunde waren hierbei die Sportfreunde Karl Erler, Ede Hardenberg und der 1. Vereinsvorsitzende Rudi Jakubaschk.
Mit einem Pferdefuhrwerk haben Karl Erler und Herr Ettig von der aufgelösten Sektion Trachenau (Ort wurde weg- gebaggert) ca. 5 fast unbrauchbare Radballräder abgeholt. Unsere erste Trainingsstätte war eine alte Baracke in der Nähe der heutigen Shell-Tankstelle in Eula. Hier war der Boden aus Gummi alter Kohletransportbänder.
Im Jahr 1968 wurde die B 95 vierspurig ausgebaut, ein Panzer fällt in die Eula und der Radball zieht nach Birkenhain. Hier gab es Parkett, was sich als leistungs- steigernd herausstellte. Es wurden Laufräder aus Alu eing setzt, die auch noch in der heutigen Zeit Anwendung finden.


Nach und nach gelangen immer mehr Siege gegen Mannschaften, die im Kreis und Bezirk besser eingestuft waren und einen Namen hatten. Ende der 60er Jahre übernahmen die Brüder Anton und Hans Kampf die Trainingsarbeit. Mitte der 70er Jahre übernahm Günther Garbisch die Geschicke des Radsports in Eula und leitet bis zum heutigen Tag die Sektion.
In den 80er Jahren erlebte der Radball in Eula, speziell im Nachwuchsbereich eine überaus erfolgreiche Zeit. Auf Bezirksebene war an Eularer Nachwuchsradballern nur schwer vorbeizukommen, fast jährlich war eine Mannschaft in der damaligen DDR-Jugendliga vertreten und es wurden viele Teilnahmen an DDR-Meisterschaften und DDR- Pokalen der Schüler und Jugend erkämpft. Hierbei gewannen Roland Köhn und Wolfgang Schmidt, Mario Senf und Bernd Wrobel, Mike Karich und Sven Kolbussa jeweils die Bronzemedaille. Auch das Kunstradfahren machte Fortschritte und 1988 nahmen erstmals Sportlerinnen an Wettkämpfen teil.


Ende der 80er Jahre rückten die Bagger des Tagebaus Borna-Ost immer näher an unsere Spiel-, und Trainings- stätte in Birkenhain heran. Bald war es abzusehen, dass die Tage der Turnhalle gezählt waren.1988 begannen die Sportler des Sportvereines in Eigenleistung mit den Vorbereitungen zum Bau der Sporthalle. Am 25.02.1989 war die Grundsteinlegung der Turnhalle „Am Sportplatz“ in Eula/Kesselshain. In den Wendewirren um 1989/90 stagnierten die Bauarbeiten. Die Turnhalle in Birkenhain wurde geschlossen und das Training fand vorübergehend in der Sporthalle der Werksfeuerwehr in Espenhain statt. In dieser Zeit kam die Nachwuchsarbeit der Sektion vollständig zum Erliegen, nur im Erwachsenenbereich wurde der Spielbetrieb aufrechterhalten.
Mit Fertigstellung der neuen Turnhalle 1992 begannen Silke Garbisch im Kunstradfahren und Günther Garbisch/ Jörg Döhler im Radball die Nachwuchsabteilung neu aufzubauen. 1995 musste Silke Garbisch berufsbedingt unsere Sektion verlassen und Monika Garbisch übernahm die Trainingsarbeit. In der neuen Spielstätte fanden unsere Sportlerinnen und Sportler optimale Vorrausetzungen, um den Radsport auf hohem Niveau auszuüben. Die ersten Erfolge erreichten die Kunstradfahrerinnen mit Platz 3 und Platz 5 bei den Sachsenmeisterschaften der Schülerinnen 1998. Auch die Radballer sind seit 2000 fester Bestandteil der Sachsenligen im Nachwuchsbereich. Nach mehreren guten Platzierungen gewannen 2005 Kay Fritsche und Tobias Kipping den ersten Sachsenmeistertitel für den Verein.vDie Erfolgsgeschichte im Radballnachwuchs ging weiter und der nächste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten. 2007 und 2009 erkämpften Lorris Schäfer und Benedikt Schwäbl die Teilnahme an den deutschen Schülermeisterschaften.
Die sehr gute Nachwuchsarbeit im Radball überträgt sich nun auch auf den Männerbereich. Die erste Männermannschaft ist seit 2006 immer in den Ligen auf Landesebene vertreten. 2010 steigt die 1.Männermannschaft wieder in die Oberliga auf und ist im Jahr des 50-jährigen Jubiläums im sächsischen Radballoberhaus vertreten.
2008 erweiterten die Straßenradsportler unsere Sektion um eine weitere Sportart. Diese wird geleitet von Uwe Jacob.